Freitag, 11. April 2008

Frankreich

So, ich will in diesem Post eigentlich nichts bestimmtes sagen, ich hab kein Thema und
nichts, aber ich bin mir ziemlich sicher das ich einfach drauflosschreiben kann.
Und während dessen vielleicht sogar informationen vermitteln kann.
Zuerst sei auf den Bericht "Repetez, s´il vous plait" hingewiesen, dort wird alles wichtige über unsere Fahrt nach Frankreich geschrieben, und da ich zusammen mit Carsten den Bericht geschrieben habe, gibt er wohl auch meinen Eindruck gut wieder. 
Zu finden ist er hier.
Noch zu einem Detail, das in dem Bericht nicht erwähnt wird: Viele von euch werden das 
Kartenspiel  "Arschloch" kennen. Vielleicht ist euch ja auch die Extraregel "Bombe" bekannt, die Eintritt, wenn ein Spieler vier Karten des gleichen Bildes hat. Tritt dies ein, kann er damit zu jeder Zeit jede beliebige Anzahl jedes Bildes überbieten. 
In Frankreich gibt es eine andere Regel: "Revolution"!
Diese bewirkt das die Kartenreihenflge umgedreht wird, das heißt, dass das Ass die
schlechteste und eine 7 die beste Karte ist.
Interessant, oder? Doch ich Frage mich: Revolution ist typisch französisch, heißt dass etwa, dass Bombe typisch deutsch ist?
Denkt mal drüber nach!
Nun zu den alltäglichen Dingen, nur ein paar kurze Sätze was so passiert:
Die Schule läuft so vor sich hin, nichts besonderes zu berichten. Es gibt keinen Stress
nirgendwo, ich langweile mich nicht und bin sowieso eigentlich rundum glücklich.
Am Sonntag kommen die Franzosen zu uns. Ich bin total im Frühlings/Sommerfieber.
Schöne Tage wünscht

Robert

Montag, 17. März 2008

Ein zweiter Schritt

So. Wer in den letzten Tagen auf dieser Seite war, hat im oberen Bereich eine großes versprechende Ankündigung lesen können. Da ist von einer großen Neuigkeit die Rede, und ich behaupte, dass diese Neuigkeit so groß ist, dass ich mehr Zeit brauche um sie niederzuschreiben. Tja. ich hatte ja angekündigt mir diese Zeit spätestens heute zu nehmen.
Mach ich dann auch mal. Aber was könnte denn so groß sein, dass es angekündigt werden muss?
-ist es, dass ich doch in ein anderes Land komme?
-ist es mein unerwarteter Lottogewinn?
-die Veröffentlichung meines Buches?
-die Verleihung eines Preises für tolle Leistungen?
-die Wunderheilung durch meine Hände an einem tot Geglaubten?
-oder etwas anderes?
Ja, es ist etwas anderes. *

Und zwar folgendes. am  6.03.08 erhielt ich eine E-Mail mit folgendem Inhalt (von mir übersetzt):
"Hi,
hör zu, meine Familie hat heute deine Application-Form (meine Unterlagen mit Brief und Fotos etc., Anm von mir) erhalten, und rate was passiert ist? Wir werden deine Gastfamilie! 
Du siehst freundlich aus, und wir würden gerne mehr über dich erfahren. Und wenn du MSN-Messenger besitzt, bitte melde dich bei uns.
Wir sind sehr froh dich zu empfangen und hoffen, das Jahr wird dir gefallen!
Es gibt gute Nachrichten für dich, mein Bruder ist ebenfalls Schlagzeuger, also wirst du sein Schlagzeug benutzen können.
Viele Grüße!"
Aufmerksame Leser können sich denken, welche Fragen ich gestellt habe...
"Wo wohnt ihr? Wer seid ihr, wer bist du?" Naja, in der zweiten Mail hab ich dann erfahren, wohin ich komme:
Nach Presidente Prudente, in eine Stadt im Distikt Sao Paulo mit circa 250.000 Einwohnern.
Die Temperaturen liegen im brasiliansischen Sommer bei so 33°C, im Winter "nur" bei 19°C. Ich werde also bitterlich frieren. Wenn ich nach Deutschland zurückkomme.
Wer aber bei Sao Paulo an Meer, Strand und eine romantisch im Ozean versinkende Sonne denkt, hat sich geirrt. Es sind circa 500 Distanz bis zum Strand. Nein, nicht Meter. Kilometer.Das ist die Distanz von der Nordsee bis ungefähr München.
Aber das finde ich nicht so schlimm. Man kann ja auch woanders als im Meer baden. Ich bin eigentlich sogar froh, nicht in einem Küstenort gelandet zu sein. Dazu ein einfaches Gleichungssystem:
Brasilien=Warm=Anders als in Europa/USA=Urlaub=Hotel=Mehr Hotel= Hotels am Meer=
Große, unnatürliche Städte=Ausländer keine Ausnahme.
Tja, auf jeden Fall nicht von Vorteil. Ich bin überzeugt, dass es im Inland interessanter und ehrlicher ist. Und außerdem komme ich bestimmt nochmal an die Küste.Aber ich habe diesen Blog nicht bloß um Tatsachen aufzuzählen. Es geht auch darum,
was mich bei der ganzen Sache bewegt, was in mir vorgeht.
In dem Moment, in dem ich in meinem Postfach die Mail entdeckte, war ich total aufgeregt. Noch bevor ich die Mail zu ende gelesen habe, habe ich meine Eltern herbeigerufen und natürlich sofort geantwortet. Auch wenn es bereits 22Uhr durch war,
war an Schlafen nicht zu denken, ich lag noch bis Ewig wach
und habe mir die Familie ausgemalt.
Am nächsten Tag war schon die Antwort da, meine brennenden Fragen wurden beantwortet und ich habe ein paar Fotos geschickt bekommen.
Über die Familie werde ich wohl später noch schrieben, es ist jetzt 23.28 und ich möchte vor Mitternacht noch eine Mail an meinen Gastbruder schreiben, der heute Geburtstag hat.  
Deswegen,und um zum Ende zu kommen: Auch wenn ich jetzt schon seit über einer Woche von der Familie weiß und die Informationen auch nicht mehr neu sind, habe ich immernoch ein wahnsinns Gefühl, dass wohl nur die kennen, die exakt das selbe erlebt haben. Die Familie war wohl das, an was ich in den letzten Tagen am häufigsten Gedacht habe, und ich habe keine großen Befürchtungen, dass irgendetwas NICHT
klappen könnte. Alle reden immer von den vielen Ängsten und Sorgen, die man sich macht,
aber meine einzige ist im Moment, dass ich mir zu wenig Sorgen mache. Kann ich aber nicht ändern, mir fallen nämlich keine ein. Und euch? Schreibt doch Kommentare,
die mir Angst machen könnten! Bitte, es täte mir gut. Bestimmt.**

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*Wie gemein! Ich halte die von mir doch so geschätzten Leser ewig hin, indem ich sie auf falsche Fährten und in unnötige Fußnoten locke! Ist das vertretbar? Ich finde schon.
**Das wäre doch mal wieder eine Aufgabe für diese Verschwörer, oder?

P.S.: Bei meinem letzten Eintrag gab es Probleme mit dem Zeilenumsprung. Ich weiß nicht wo dran das liegt, danke an Carsten dass er mich darauf aufmerksam gemacht hat, ich versuche das zu vermeiden.